Was ist 'Dot-Painting' ?

Geschichte:
 
Die Punktmalerei oder "dot art", wie sie in Australien genannt wird, ist eine neue Art traditioneller Kunst der australischen Aborigines und hat seine Wurzeln in den Rindenmalereien, den Körperbemalungen, sowie den Boden- und Felsmalereien. Die Elemente dieser Malereien sind Punkte, Tupfen, konzentrische Kreise, Linien, Streifen, Spiralen, Ornamente, Spuren im Sand, Tier- und Pflanzendarstellungen.

Durch eine Künstlerbewegung, der PapunyaTula Artist Pty Ltd, Anfang der 70ger Jahre wurden erstmals die sonst nur zu kulturellen Zwecken der Überlieferung dienenden Malereien in Form von Bildern der Öffentlichkeit vorgestellt. Da diese Malereien quasi die "Geschichtsbücher" der Ureinwohner waren und unter anderem auch über geheime heilige Zeremonien erzählten, die nur bestimmten Stammesmitgliedern zugänglich waren, wurden Zeichen und Symbole mit Punkten getarnt und verschleiert. Diese Art der Kunst wurde zu einer Art Trend wodurch auch der Westen darauf aufmerksam wurde. Heute werden Kunstwerke von bekannten aboriginal Künstlern zu hohen Preisen gehandelt. 2007 ersteigerte die Mbantua Gallery auf einer Auktion in Sydney ein Kunstwerk der bekannten Künstlerin Emily Kngwarreye mit dem Titel "Earth Creation" für 1.056.000,- Dollar. Das ist der höchste Preis der jemals für ein Kunstwerk eines eingeborenen Künstlers gezahlt wurde.

 

Technik:
 
Ursprünglich wurde in der Punktmalerei mit Naturpigmenten und Erdfarben gemalt , die mit einem Grashalm oder kleinem Zweig aufgetragen wurden. Heutzutage werden Acrylfarben und gefertigte Rundhölzer in verschiedenen Größen verwendet.

Wichtig ist, dass die Farbe die richtige Konsistenz hat, damit die Punkte nicht verlaufen oder unförmig dick werden. Das Rundholz wird mit der Spitze eingetaucht und dann senkrecht, wie ein Stempel, auf die Maloberfläche gedrückt. Es können im Maximum bis zu drei Punkte mit einmal eintauchen erzeugt werden. Ausschlaggebend ist auch der gleichbleibende Abstand zwischen den Punkten, um einen schönen Flächenverlauf und den "Pixel-Effekt" zu erhalten. So wird Reihe für Reihe gepunktet und durch wiederholtes Beimischen geringer Farbmengen ein übergehender Farbverlauf erzeugt. Es ist eine sehr zeitaufwendige Maltechnik, die jedoch sehr interessante optische Effekte erzeugen kann und meditative Wirkung hat. Das Mandala C11 in der Galerie (Leinwand, 30 x 30 cm) z.B. besteht aus rund 14'500 Einzelpunkten und jeder einzelne Punkt muss mit Konzentration und grösstmöglicher Präzision gesetzt werden.

Die Arbeitsschritte für das Bemalen von Steinen: 

Stein aus der Maggia

mit Spachtel-masse über- ziehen, um Unebenheiten auszugleichen.

mit Sandpapier glatt schleifen

grundieren

die Arbeits- geräte

 das Bemalen: 

Eva Lumina Weber

Via Vignole 14

6644 Orselina